Energiebedarf der Katze

In diesem Beitrag erfährst du:

  • wie viel Energie deine Katze benötigt,
  • wie der Energiebedarf je nach Lebensphase (Trächtigkeit, Säugezeit, Wachstum) variiert,
  • bekommst wertvolle Tools an die Hand, um den Energiebedarf deiner Katze zu berechnen und damit deinem Liebling die ideale Versorgung zu sichern!

Katzen können ihren Energiebedarf aus den drei Grundenergieträgern Fett, Protein (Eiweiß) und Kohlenhydrate decken.

StoffBrennwert [kJ/g]
Fett39
Eiweiß 24
Kohlenhydrat17
Quelle: National Research Council (NRC). Nutrient requirements of Dogs and Cats. Washington: National Academic Press; 2006

Der Energiebedarf variiert je nach Lebenslage und Aktivität deiner Katze. Den Basisbedarf nennt man Erhaltungsbedarf. Das ist die Menge an Energie, die für die normalen Lebensprozesse (Atmung, Verdauung, Thermoregulation, arttypische Bewegung) benötigt wird. Alles was mit Wachstum, zusätzlicher Leistung (z.B. Schwangerschaft, Synthese von Milch für Welpen) und dergleichen einhergeht, ist mit einem erhöhten Energiebedarf verbunden.

Erhaltungsbedarf der Katze

Der durchschnittliche Energiebedarf im Erhaltungsstoffwechsel einer normalgewichtigen Katze beträgt 418 kJ uE/kg KM0,67/Tag. (uE = umsetzbare Energie, KM = Körpermasse)

Mehr zum Thema Energie & Futter gibt’s hier.

Energiebedarf während Trächtigkeit und Säugezeit

Der Energiebedarf während der Trächtigkeit beträgt 586 uE/kg KM0,67/Tag.

Wie viel Energie die Katze während der Säugezeit benötigt, hängt in erster Linie von der produzierten Milchmenge und damit von der Anzahl der Welpen ab.

Energiebedarf im Wachstum

Wachstum benötigt Energie in Form von leckerem und gesunden Kitten-Futter. „Von nichts kommt nichts“.

Die Energiebalance

Eine zu hohe Energiezufuhr äußert sich in Übergewicht bis hin zu Adipositas (Fettleibigkeit) mit allen negativen Folgen (Diabetes Mellitus Typ II, Skelett- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Harnsteine, …).

Energiemangel führt zu Gewichtsverlust durch Verlust an Fett- und Muskelmasse. Bei Tieren im Wachstum kann dieses deutlich verlangsamt werden. Erhöhte Krankheitsanfälligkeit ist ebenfalls eine mögliche Folge von Energiemangel über längere Zeit, denn auch das Immunsystem benötigt Energie.

Wie so oft, ist also die richtige Balance wichtig! Am einfachsten geht das, indem du deine Katze regelmäßig wiegst, ihr Fitnesslevel einschätzt und dann falls nötig die Fütterung anpasst. Garfield ist dabei eher zu vermeiden.


Quellen:

Iben, Christine (2021); Ernährung der Katze; Enke Verlag; Stuttgart

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