Warum erbrechen Katzen?

In diesem Beitrag erfährst du:

  • warum Katzen erbrechen,
  • was es mit erbrochenen Haarballen auf sich hat und
  • wie du deine Katze unterstützen kannst,
    besser mit Haarballen fertig zu werden.

Was für den Menschen ein Zeichen von Krankheit ist, ist bei Katzen an und für sich normal. Normal heißt, etwa ein bis zwei Mal pro Woche Haarballen, also bei der Fellpflege aufgenommene, unverdaute Haare, zu erbrechen. Ist die Katze sonst fit und frisst wie gewohnt, besteht kein Anlass zur Sorge.

Ursachen von Erbrechen

Erbricht die Katze jedoch öfter und nicht nur Haare, kann das verschiedene Ursachen haben:

  • Parasitenbefall (Dieser ist auch bei Wohnungskatzen möglich, da man Parasiteneier praktisch auch an den Schuhsohlen mit nach Hause bringen kann.)
  • Darmverschluss durch verschluckte Fremdkörper
  • Infektionskrankheiten
  • Tumoren
  • Vergiftungen
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse
  • Diabetes mellitus (Die Zuckerkrankheit kommt vorwiegend bei übergewichtigen Katzen vor.)
  • Niereninsuffizienz (Die daraus folgende Akkumulation von Giftstoffen im Körper führt dann zum Erbrechen.)
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Futtermittelintoleranzen

Eine Katze, die wiederholt erbricht und schon 48 h lang kein Futter zu sich genommen bzw. bei sich behalten hat, sollte dringend einem Tierarzt vorgestellt werden!

Meine Katze erbricht Haare – Was kann ich tun?

Die wohl häufigste Ursache für Erbrechen bei Katzen sind abgeschluckte Haare. Wenn deine Katze 1-2-mal pro Woche Haare hervorwürgt, ist das normal. Loose Haare werden beim Putzen mit der rauen Katzenzunge abgeschluckt. Bei Langhaarrassen entsprechend mehr als bei Kurzhaarrassen. Die aufgenommenen Haare werden zum Teil über den Kot ausgeschieden, der andere Teil wird wieder hervorgewürgt. Allerdings können Haarballen, sogenannte Trichobezoare, auch zu Problemen führen, indem sie den Magen-Darm-Trakt teilweise oder ganz verlegen. Im Falle einer totalen Verstopfung hilft meist nur ein chirurgischer Eingriff durch einen Tierarzt!

Wie kann man Haarballen vorbeugen?

Zur Haarballen-Prophylaxe solltest du deine Katze regelmäßig, und in Zeiten den Fellwechsels verstärkt, kämmen. Bei langhaarigen Rassen bietet sich auch ein kürzen des Haarkleides an.

Katzengras sorgt dafür, dass Katzen häufiger erbrechen.

Das Füttern von mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt fördert die Magenentleerung und kann somit zu einer Verminderung des Risikos der Haarballenbildung beitragen.

Ballaststoffe im Futter wirken sehr gut, um Haare einzuhüllen und über dem Darm abzutransportieren.

Weiterhin gibt es eine ganze Produktpalette, die bei Haarballen Abhilfe schaffen sollen, jedoch fehlen häufig objektive Daten, die deren Nutzen belegen. Dazu gehören z.B.:

  • Malzpasten (sollen leicht abführend wirken),
  • Produkte aus Wasser, Fett und Öl, die die Haare einhüllen und abtransportieren sollen,
  • Paraffinöl (bis zu 5 ml pro Katze/Tag, in das Futter eingemischt)
  • Produkte mit Emulgatoren (z.B. Sojalezithin), welche feste Haar-Fett-Verbindungen (Haarballen bestehen oft zu 30 % aus Fett, welches sie sehr stabil macht) lösen soll.

Jetzt weißt du, wie Haarballen bei Katzen entstehen und auf welchen Wegen du deine Katze unterstützen kannst.


Quellen:

Iben, Christine (2021); Ernährung der Katze; Enke Verlag; Stuttgart

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